MMA Wetten Glossar: Alle wichtigen Begriffe erklärt

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Die Welt der MMA-Wetten hat ihre eigene Sprache – eine Mischung aus englischen Fachbegriffen, Kampfsport-Terminologie und Wett-Jargon. Für Einsteiger kann diese Sprache verwirrend sein; selbst erfahrene Wetter stoßen gelegentlich auf unbekannte Begriffe. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe, die du für MMA-Wetten kennen musst – von grundlegenden Wettarten bis zu fortgeschrittenen Konzepten, von Kampfsport-Terminologie bis zu Buchmacher-Sprache.

Grundlegende Wettbegriffe

Der Begriff Moneyline bezeichnet die einfachste Wettart im MMA – du tippst schlicht darauf, wer den Kampf gewinnt. Die Quote (englisch Odds) gibt an, wie viel du bei einem Gewinn zurückbekommst. Eine Quote von 2.50 bedeutet, dass ein Einsatz von 10 Euro bei Gewinn 25 Euro Auszahlung bringt. Die durch die Quote ausgedrückte Wahrscheinlichkeit nennt man Implied Probability – bei Quote 2.00 sind das 50 Prozent.

Der Favorit ist der erwartete Gewinner eines Kampfes, erkennbar an der niedrigeren Quote unter 2.00. Im Slang wird er auch als Chalk bezeichnet. Der Underdog oder kurz Dog ist der Außenseiter mit der höheren Quote. Wenn jemand sagt, er habe Action auf einen Kämpfer, bedeutet das, er hat eine Wette auf ihn platziert.

Die Juice, auch Vig oder Vigorish genannt, bezeichnet die Marge des Buchmachers, die in die Quoten eingebaut ist. Sie ist der Grund, warum die kombinierten impliziten Wahrscheinlichkeiten beider Kämpfer immer über 100 Prozent liegen. Der Buchmacher oder Bookie ist das Unternehmen, das die Wetten annimmt und die Quoten stellt.

Wettarten und Märkte

Neben der Moneyline gibt es weitere Wettmärkte. Over/Under-Wetten beziehen sich typischerweise auf die Rundenzahl – du tippst, ob der Kampf länger oder kürzer als eine bestimmte Linie dauert. Method of Victory fragt nach der Art des Sieges: KO/TKO, Submission oder Decision.

Prop Bets oder Proposition Bets sind Spezialwetten auf bestimmte Ereignisse innerhalb eines Kampfes, etwa ob es einen Knockdown geben wird oder in welcher exakten Runde der Kampf endet. Futures oder Langzeitwetten beziehen sich auf zukünftige Ereignisse, beispielsweise wer am Jahresende Champion einer Division sein wird.

Ein Parlay, im Deutschen auch Kombi oder Accumulator genannt, kombiniert mehrere Wetten in einem Wettschein – alle Tipps müssen richtig sein, um zu gewinnen. Ein Push bedeutet, dass die Wette unentschieden endet und der Einsatz zurückerstattet wird. Beim Hedging platziert man eine Gegenwette, um Gewinne zu sichern oder Verluste zu begrenzen.

Bankroll-Management und Staking-Konzepte

Bankroll und Staking

Der Bankroll ist das Gesamtguthaben, das du für Wetten zur Verfügung hast – Geld, das du verlieren kannst, ohne dass es dein Leben beeinflusst. Eine Unit oder Einheit ist eine standardisierte Wettgröße, typischerweise ein bis zwei Prozent des Bankrolls, die konsistentes Staking ermöglicht.

Das Kelly Criterion ist eine mathematische Formel zur Berechnung der optimalen Einsatzgröße basierend auf deinem wahrgenommenen Vorteil gegenüber der Quote. Der ROI (Return on Investment) misst die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Variance oder Varianz bezeichnet die natürliche Schwankung deiner Ergebnisse um den Erwartungswert – auch profitable Wetter erleben dadurch Verlustphasen.

Quoten und Linien

Die Line bezeichnet die Quote oder den Spread für eine Wette. Wenn jemand sagt, die Line habe sich bewegt, meint er eine Quotenänderung. Line Shopping ist der Vergleich von Quoten bei verschiedenen Buchmachern, um die beste Quote zu finden – eine fundamentale Praxis für ernsthafte Wetter.

Sharp beschreibt einen erfahrenen, erfolgreichen Wetter. Sharp Money sind entsprechend Wetten von Profis, die oft Quotenbewegungen auslösen. Das Gegenteil ist ein Square – ein unerfahrener oder Freizeit-Wetter. Der Handle bezeichnet das Gesamtvolumen an Wetten auf ein Event oder einen Markt.

Value existiert, wenn die wahre Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die Quote impliziert. Das Finden von Value ist das fundamentale Konzept profitablen Wettens. Der Edge ist der Vorteil, den ein Wetter gegenüber dem Buchmacher hat – positive Edge bedeutet langfristig erwarteten Gewinn.

MMA-Kampfterminologie

Ein Kampf kann auf verschiedene Arten enden. Ein KO oder Knockout bedeutet Bewusstlosigkeit oder Kampfunfähigkeit durch Schläge. Ein TKO oder Technical Knockout ist ein Abbruch durch Ringrichter, Arzt oder Ecke, ohne dass der Kämpfer bewusstlos ist. Eine Submission ist eine Aufgabe wegen eines Haltegriffs oder Würgegriffs. Eine Decision ist ein Punkturteil der Richter nach Ablauf aller Runden – sie kann Unanimous (einstimmig), Split (geteilt) oder Majority (Mehrheit) sein. Ein Draw ist ein seltenes Unentschieden.

Das Octagon ist der achteckige Käfig, in dem UFC-Kämpfe stattfinden. Eine Runde dauert fünf Minuten; Standardkämpfe haben drei Runden, Hauptkämpfe fünf. Ein Finish bezeichnet jedes vorzeitige Kampfende im Gegensatz zur Decision.

Grappling ist der Oberbegriff für Bodenkampf und Ringtechniken. Ein Takedown ist das erfolgreiche Zu-Boden-Bringen eines Gegners. Die Guard ist eine Bodenposition, in der ein Kämpfer auf dem Rücken liegt und den Gegner mit den Beinen kontrolliert. Ground and Pound bezeichnet Schläge auf einen am Boden liegenden Gegner aus dominanter Position. Der Clinch ist die Nahkampfposition, in der beide Kämpfer sich gegenseitig halten.

Significant Strikes sind Schläge und Tritte mit Kraft und Distanz – die Standard-Metrik für Schlagstatistiken. Die Reach ist die Armspannweite eines Kämpfers, gemessen von Fingerspitze zu Fingerspitze, ein wichtiger physischer Faktor für Striker.

UFC-Gewichtsklassen und Struktur

UFC-Struktur und Events

Die UFC organisiert verschiedene Event-Typen. Nummerierte Events wie UFC 300 sind Premium-Karten mit Titelkämpfen und großen Namen. Fight Nights sind wöchentliche Events ohne Pay-Per-View-Komponente. Das UFC Apex ist eine kleine Arena in Las Vegas für Events mit begrenztem oder ohne Publikum.

Das Main Event ist der Hauptkampf eines Abends, typischerweise als letzter Kampf. Die Undercard umfasst die Kämpfe vor dem Hauptteil. PPV oder Pay-Per-View war das Bezahlmodell für Premium-Events, wird aber ab 2026 durch Paramount+ ersetzt.

Ein Interim-Titel ist ein vorläufiger Titel, der vergeben wird, wenn der reguläre Champion nicht verfügbar ist. USADA ist die U.S. Anti-Doping Agency, zuständig für Dopingkontrollen in der UFC.

Gewichtsklassen

Die UFC kennt mehrere Gewichtsklassen. Das Strohgewicht (Strawweight) bis 52,2 kg existiert nur für Frauen. Das Fliegengewicht (Flyweight) geht bis 56,7 kg, das Bantamgewicht (Bantamweight) bis 61,2 kg, das Federgewicht (Featherweight) bis 65,8 kg. Das Leichtgewicht (Lightweight) bis 70,3 kg ist historisch die kompetitivste Division. Das Weltergewicht (Welterweight) reicht bis 77,1 kg, das Mittelgewicht (Middleweight) bis 83,9 kg, das Halbschwergewicht (Light Heavyweight) bis 93,0 kg. Das Schwergewicht (Heavyweight) ist die höchste Klasse bis 120,2 kg.

Der Weight Cut bezeichnet die Gewichtsreduktion vor dem Wiegen, typischerweise durch Dehydration. Das Weigh-In ist das offizielle Wiegen am Tag vor dem Kampf.

Regulatorische Begriffe

Die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) ist die deutsche Regulierungsbehörde für Glücksspiel. Die MGA (Malta Gaming Authority) ist eine angesehene europäische Lizenz-Behörde. Der Rollover oder Wagering Requirement bezeichnet die Umsatzanforderung für einen Bonus – wie oft der Bonusbetrag umgesetzt werden muss, bevor er auszahlbar wird.

Live-Wetten und Timing

Live Wetten oder In-Play Betting bezeichnet Wetten, die während eines laufenden Kampfes platziert werden. Die Quoten ändern sich dabei in Echtzeit basierend auf dem Kampfgeschehen. Diese Wettform erfordert schnelle Entscheidungen und gutes Kampfverständnis.

Steam Moves sind plötzliche, große Quotenbewegungen, oft ausgelöst durch koordinierte Wetten von Profis. Reverse Line Movement beschreibt eine Situation, in der sich die Quote gegen das öffentliche Wettmuster bewegt – ein mögliches Zeichen für scharfes Geld auf der anderen Seite.

Abschließende Bemerkung

Diese Begriffe bilden das Grundvokabular für MMA-Wetten. Die Terminologie kann anfangs überwältigend wirken, aber mit der Zeit werden die Begriffe zur zweiten Natur. Viele stammen aus dem Englischen und werden im deutschen Wett-Kontext unübersetzt verwendet, weil die Sportwetten-Industrie stark anglo-amerikanisch geprägt ist.

Wenn du auf einen Begriff stößt, der nicht in diesem Glossar steht, sind MMA-Foren, Wett-Communities und die Hilfe-Seiten der Buchmacher gute Ressourcen. Die Begriffe zu kennen ist der erste Schritt; sie richtig anzuwenden der zweite. Ein Glossar macht dich nicht zum erfolgreichen Wetter – aber es gibt dir das Vokabular, um die Konzepte zu verstehen, die zum Erfolg führen können.